Eine Nährwertbombe
Der Kreuzblütler ist nicht nur durch seinen hohen Ballaststoffgehalt leicht verdaulich, sondern fördert die Verdauung auch durch den hohen Wassergehalt und sorgt für ein lang anhaltendes Sättigungsgefühl. Zudem ist er kalorienarm und eine richtige Nährstoffbombe. Auf 100 g hat er nur 26 kcal und mit 0,7 g auch nur wenig Fett.
Blumenkohl ist eine wertvolle Quelle für Kalium. Dieser Mineralstoff ist wichtig für die Regulierung des Blutdrucks und für die Herzgesundheit. Das enthaltene Magnesium ist zuständig für die Muskel- und Nervenfunktionen. Darüber hinaus enthält Blumenkohl nützliche Mengen an Kalzium und Phosphat, die beide entscheidend für die Gesundheit von Knochen und Zähnen sind und eine Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel spielen. Zudem enthält er Antioxidantien, welche freie Radikale und damit Entzündungen bekämpfen. Blumenkohl hat auch einen hohen Anteil an Vitamin B, K und C und fast so viel Vitamin C wie eine Orange.
Anbau, Wachstum und Verwandte
Um die Anbauerträge zu steigern, werden meistens CMS-Sorten (F1-Hybride) angebaut. Blumenkohl benötigt einen humusreichen Boden an warmer und vollsonniger Lage. Die Aussaat erfolgt ab Februar im geheizten Gewächshaus, ab Mitte April im Freiland. Ausgepflanzt wird im Abstand von 50 x 50 cm. Zum Schutz vor Frost wird Blumenkohl mit Vlies abgedeckt. Er benötigt viele Nährstoffe und verträgt frischen organischen Dünger.
Blumenkohl ist in der Regel weiss bis elfenbeinfarben, durch die Sonneneinstrahlung kann es aber leicht passieren, dass er sich gelblich verfärbt. Um dies zu verhindern, kann er mit Folie oder mit Blättern von der Sonne abgeschirmt werden. Anders als der eng verwandte Broccoli wird der Blumenkohl geerntet, bevor die Hüllblätter sich geöffnet haben und die Blüten voll entwickelt sind.
Der Blumenkohl ist eine Zuchtsorte des Gemüsekohls (Brassica oleracea) mit fleischigen, in einem Kopf zusammenstehenden Blütensprossen, die als Gemüse, genauer als Blütengemüse, gegessen werden. Anders als bei anderen Kohlsorten bildet sich der Blütenstand bereits im ersten Jahr. Werden die Pflanzen nicht geerntet, schiessen sie auf, der gestauchte Spross streckt sich und blüht.
Der Romanesco ist eine Variante des Blumenkohls, die in der Nähe von Rom gezüchtet wurde. Er bildet statt Blütenanlagen Blütensprossanlagen. Blumenkohl bildet zwar Blütenanlagen, aber bevor die Blütenblätter sich differenzieren und als solche erkennbar sind, bildet er in den Blütenanlagen weitere
Blütenanlagen. Der Romanesco hat einen noch höheren Vitamin-C-Gehalt als der Blumenkohl. Des Weiteren enthält er zahlreiche sekundäre Pflanzenstoffe, unter anderem Flavonoide und Glucosinolate. Im Blumenkohl enthalten ist auch Sulforaphan (Sulforaphan ist ein starkes indirektes Antioxidans).
Farbige Blumenkohle werden besonders in Italien und Frankreich angebaut. Es sind auch violette und
grüne Zuchtformen verbreitet, deren Blütenstände nicht vollständig von Hüllblättern umschlossen sind und sich während des Wachstums mit Lichteinwirkung violett oder andere Sorten ohne Lichteinwirkung grün einfärben.
Herkunft
Der Blumenkohl stammt von der in Kleinasien beheimateten Urform Brassica oleracea var. silvestris ab. Schon im 6. Jahrhundert wurde er erwähnt, als Venezianer die Samen aus der Levante nach Italien brachten. Seit dem 16. Jahrhundert hat er die Herzen in ganz Europa im Sturm erobert. Zuerst wurde er in Italien angebaut, nicht viel später auch in Frankreich usw. Heutzutage sind die wichtigsten Exporteure Frankreich, Belgien und die Niederlande.
Rezepte:
Crevetten auf gebackenem Blumenkohlsteak auf Haselnussjoghurt mit Silberzwiebeln
Ganzer Blumenkohl mit Sesam-Granatapfel-Sauce und Zitronencouscous
Blumenkohl im Tempurateig mit Ingwermayonnaise
Rot eingemachter Randenblumenkohl
