Schluss mit dem Wintergrau

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Schluss mit dem Wintergrau

Die tiefrote Rande, auch bekannt als Rote Rübe oder Rote Beete, ist ein Wurzelgemüse, das zur Familie der Fuchsschwänze (Chenopodiaceae) gehört. Diese Pflanze hat eine lange Geschichte, die bis in die Antike zurückreicht. Ursprünglich stammt die Rande aus dem Mittelmeerraum und wurde bereits von den alten Römern und Griechen geschätzt. Frühere Sorten waren vor allem für ihre Blätter bekannt, während die kultivierte Wurzel erst später vermehrt genutzt wurde.

Redaktor/in Meta Hiltebrand

Anbau
Die Rande gedeiht am besten in gemässigten Klimazonen und benötigt gut durchlässige, nährstoffreiche Böden. Der Anbau ist relativ unkompliziert, da die Pflanzen sowohl kühle Temperaturen als auch sonnige Standorte schätzen. Sie können im Frühjahr oder im Spätsommer ausgesät werden, wobei eine Temperatur von etwa 15 bis 20 Grad Celsius ideal ist. Ihre Anpassungsfähigkeit ermöglicht es, dass sie in vielen Regionen der Welt angebaut wird, sowohl in
Europa als auch in Nordamerika, Asien und Australien. So findet man sie auch gerne und oft in
heimischen Gärten – auch, weil unsere Grossmütter die Rande schon früher schätzten.


Grande Rande
Der Geschmack der Rande ist erdig und leicht süsslich, manchmal auch mit einer dezenten herben Note. Nach dem Kochen wird sie zarter, behält jedoch ihre charakteristische Farbe und ihren Geschmack. Rande kann roh, gekocht, gebacken oder eingelegt verzehrt werden. Sie wird oft in Salaten, Suppen oder Beilagen verwendet und spielt eine wichtige Rolle in der osteuropäischen Küche, beispielsweise in Borschtsch. Zudem ist sie ein beliebter Bestandteil von Smoothies und Säften, da sie voller Vitamine und Mineralstoffe steckt. Sie ist das ganze Jahr im Supermarkt erhältlich, nicht teuer und dank ihrer Farbe in vielen Gerichten zu finden.


Herkunft
Die kulturelle Geschichte der Rande ist faszinierend. In der Antike wurde sie nicht nur als Nahrungsmittel geschätzt, sondern auch in der traditionellen Medizin verwendet. Man glaubte, dass sie diverse gesundheitliche Vorteile bieten kann, darunter die Verbesserung der Verdauung und die Stärkung des Immunsystems. Während des Mittelalters wurde die Rande insbesondere in Europa populär und erst im 19. Jahrhundert begann man, sie systematisch anzubauen und zu züchten.
Inhaltsstoffe In der modernen Zeit hat die Rande durch ihre gesundheitlichen Vorteile, wie einen hohen Gehalt an Antioxidantien, Folsäure und Ballaststoffen, wieder an Bedeutung gewonnen. Sie ist ein Symbol für gesunde Ernährung und nachhaltigen Anbau; viele Menschen schätzen sie als Teil einer bewussten Ernährungsweise.


Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Rande nicht nur eine schmackhafte und nahrhafte Zutat ist, sondern auch eine lange und vielfältige Geschichte hat, die sie zu einem beliebten Gemüse in vielen Küchen weltweit gemacht hat.


Tipp:
In ausgewählten Läden oder Onlineshops findet man auch Randenpulver. Mit diesem kann man schöne Brote zaubern oder Rahmsaucen rosa machen. Es ist auch zum Backen geeignet, da es vor allem für eine schöne Farbe sorgt und nicht ganz so erdig ist wie die frische Variante.

Rezepte:

Gebackene Randen mit Ziegenkäse

Randenrisotto mit Rehschinkli

Kabeljau in Randenbrühe mit Kartoffeln

Pulpo auf Pinkpasta


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